Kategorien: Ausgaben, Sparen, Planung
Hinweis: Die hier dargestellten Kategorien und Tipps basieren auf persönlichen Erfahrungen und dienen der Information. Dies ist keine professionelle Finanzberatung.
Warum Kategorisierung wichtig ist
Am Anfang habe ich gedacht, Kategorien seien nur eine Spielerei. Ich dachte, es reicht zu wissen, dass ich Geld ausgebe. Falsch gedacht. Erst als ich angefangen habe, meine Ausgaben zu kategorisieren, habe ich wirklich verstanden, wofür mein Geld draufgeht.
Ohne Kategorien sehen Sie nur: "Ich habe 2000 Franken ausgegeben." Mit Kategorien sehen Sie: "Ich habe 800 Franken für Lebensmittel ausgegeben, 300 für Transport, 400 für Freizeit." Das macht einen riesigen Unterschied, wenn Sie verstehen wollen, wo Sie sparen können oder wo Sie vielleicht mehr ausgeben, als Sie dachten.
Meine Ausgaben-Kategorien im Detail
Ich habe meine Kategorien über die Zeit angepasst. Was ich heute nutze, sieht anders aus als am Anfang. Hier ist meine aktuelle Struktur mit Erklärungen, warum ich sie so gewählt habe:
Lebenshaltungskosten
Alles, was jeden Monat fix anfällt und nicht verhandelbar ist:
- Miete oder Hypothek – der größte Posten bei den meisten Menschen
- Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung) – variieren je nach Jahreszeit
- Versicherungen (Krankenkasse, Hausrat, Haftpflicht) – oft vergessen, aber wichtig
- Internet und Telefon – heute unverzichtbar
Diese Kategorie sollte etwa 30-40% Ihres Einkommens nicht überschreiten. Wenn sie höher ist, sollten Sie überlegen, ob Sie etwas ändern können.
Lebensmittel
Alles, was mit Essen zu tun hat – sowohl zu Hause als auch auswärts:
- Supermarkt-Einkäufe – der Hauptteil
- Restaurantbesuche – oft unterschätzt, kann schnell viel werden
- Getränke (auch alkoholische) – manchmal separat getrackt
Ich trenne nicht zwischen "zu Hause essen" und "auswärts essen" – für mich ist beides Lebensmittel. Das macht die Kategorisierung einfacher und ich sehe trotzdem, wie viel ich insgesamt für Essen ausgebe.
Transport
Alles, was mit Fortbewegung zu tun hat:
- Öffentliche Verkehrsmittel (GA, Einzeltickets) – bei mir der größte Posten
- Benzin oder Fahrzeugwartung – falls Sie ein Auto haben
- Parkgebühren – oft übersehen, summiert sich aber
Transport ist eine Kategorie, die sich gut optimieren lässt. Öffentliche Verkehrsmittel sind oft günstiger als ein Auto, wenn Sie in der Stadt wohnen.
Gesundheit & Wellness
Alles für Körper und Wohlbefinden:
- Arztbesuche (auch Zahnarzt) – wichtig, nicht sparen
- Medikamente – rezeptfrei und verschreibungspflichtig
- Fitness oder Wellness (Gym, Massage, etc.) – Investition in sich selbst
Diese Kategorie ist wichtig, aber oft vernachlässigt. Investitionen in die Gesundheit zahlen sich langfristig aus.
Unterhaltung & Freizeit
Alles, was ich zum Spaß mache und was mir Freude bringt:
- Streaming-Dienste (Netflix, Spotify, etc.) – Abo-Falle beachten
- Hobbys (Bücher, Kurse, Materialien) – wichtig für Work-Life-Balance
- Ausflüge und Reisen – Erlebnisse sind wertvoll
Diese Kategorie ist wichtig für die Lebensqualität. Sparen Sie nicht zu sehr daran, aber seien Sie bewusst, was Sie ausgeben.
Sparen als aktive Kategorie
Sparen ist für mich eine eigene Kategorie, keine Restgröße. Ich plane aktiv, wie viel ich sparen will, und teile das in drei Bereiche auf:
- Notfallreserve: Geld für unerwartete Ausgaben. Ich strebe 3-6 Monatsausgaben an, bin aber noch nicht ganz da. Diese Reserve gibt mir Sicherheit und Ruhe.
- Kurzfristige Ziele: Sparen für größere Anschaffungen in den nächsten 6-12 Monaten. Zum Beispiel ein neuer Laptop, eine Reise oder ein größeres Möbelstück. Diese Ziele motivieren mich, regelmäßig zu sparen.
- Langfristige Ziele: Sparen für größere Projekte oder die Zukunft. Das ist bei mir noch nicht so viel, aber ich baue es langsam auf. Jeder kleine Betrag zählt.
Wichtig: Sparen bedeutet nicht, dass Sie auf alles verzichten müssen. Es geht darum, bewusst Prioritäten zu setzen. Wenn Ihnen Reisen wichtig ist, sparen Sie dafür. Wenn Ihnen ein neues Hobby wichtig ist, sparen Sie dafür. Aber sparen Sie aktiv, nicht nur das, was übrig bleibt.
Meine Planungsroutine
Ich plane nicht perfekt, aber ich plane regelmäßig. Das ist der Unterschied, der für mich funktioniert:
- Monatliche Übersicht: Am Monatsanfang schaue ich mir an, was ich erwarte. Welche fixen Kosten kommen? Welche variablen Ausgaben plane ich? Das dauert etwa 15 Minuten, aber gibt mir Klarheit für den ganzen Monat.
- Wöchentliche Kontrolle: Einmal pro Woche schaue ich, ob ich noch im Rahmen bin. Nicht detailliert, nur ein kurzer Check. Das hilft mir, frühzeitig zu reagieren, wenn ich zu viel ausgebe.
- Quartalsweise Analyse: Alle drei Monate schaue ich mir Trends an. Wo gebe ich mehr aus als geplant? Wo weniger? Warum? Diese Analyse hilft mir, mein Budget realistischer zu planen.
- Jährliche Planung: Am Jahresende plane ich größere Ausgaben für das kommende Jahr. Versicherungen, größere Anschaffungen, Reisen. Das hilft mir, langfristig zu denken.
Praktischer Tipp
Fangen Sie mit 3-5 Hauptkategorien an. Nicht mehr. Wenn Sie zu viele Kategorien haben, verlieren Sie den Überblick und geben auf. Sie können später immer noch verfeinern. Ich habe am Anfang nur drei Kategorien gehabt: Fixe Kosten, Variable Kosten, Sparen. Das hat gereicht, um anzufangen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Budgetplanung funktioniert.